Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland liegt bei den Abnehmern äthiopischer Exportprodukte auf Platz 5 hinter Somalia, den Niederlanden, Saudi Arabien und China. Der Wert äthiopischer Exporte nach Deutschland steigt weiter (14,4 % Anstieg auf 185 Mio. EUR, Hauptprodukte Kaffee und Textilien), während der Wert äthiopischer Importe aus Deutschland dieses Jahr sogar sprunghaft um 38 % auf 238,8 Mio. EUR zunahm (Hauptprodukte Maschinen und Fahrzeuge). Das deutsch-äthiopische Handelsvolumen wächst damit nach Jahren der Stagnation erstmals wieder deutlich und weist nun einen noch klareren Überschuss zu Gunsten deutscher Exporte von ca. 53 Mio. EUR auf. Gründe für diese Entwicklung sind der Einbruch des Weltmarktpreises für Kaffee im ersten Halbjahr 2014 sowie die gestiegene äthiopische Nachfrage nach deutschen Maschinen. Deutsche Firmen sind im Rahmen von Public-Private Partnerships in den Bereichen Landwirtschaft (Mechanisierung und Ausbildung, Bambus, Rosenöl), Konsumgüter und Satellitenaufnahmen (Erfassung der Bewaldung) in Äthiopien aktiv. Seit 2004 besteht ein Investitionsschutzabkommen mit Äthiopien.

Deutsch-Äthiopisches Investitionsschutzabkommen

Am 19. Januar 2004 unterzeichneten Äthiopien und Deutschland ein Investitionsschutzabkommen in dem Wunsch, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten zu vertiefen. Der Vertrag gewährt deutschen Investoren völkerrechtlich abgesicherten Rechtsschutz ihrer Kapitalanlagen und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen, sich den äthiopischen Markt zu erschließen. Das Abkommen ist zudem grundsätzlich Voraussetzung für die Übernahme von Bundesgarantien für deutsche Direktinvestitionen im Ausland zur Absicherung politischer Risiken.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Prüfung eines Motorblocks