Besuch des Bundesministers für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Äthiopien

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Am 3. April besuchte der Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, die Somali Region Äthiopiens. Während seines Aufenthalts im Gebiet nahe Kebre Dahar, das von der momentanen Dürre stark beeinträchtigt ist, wurde  der Minister begleitet von S. E. Ato Mitiku Kassa, dem „Commissioner of Disaster Risk Management“ der äthiopischen Regierung, dem deutschen Botschafter, Joachim Schmidt, der örtlichen Vertreterin von UNICEF, Gillian Mellsop, dem Leiter von UN OCHA in Äthiopien, Paul Hendley, sowie den Landesdirektoren der KFW und GIZ, Dr. Jan Blum und Dr. Axel Klaphake.

Deutschland gehört zu den führenden Unterstützern Äthiopiens bei der Linderung der Dürreauswirklungen. Minister Müller kündigte eine weitere Erhöhung der von Deutschland zugesagten finanziellen Zusagen zur Milderung der akuten Dürre in Ostafrika in Höhe von noch einmal 100 Mio. Euro an, womit sich die Gesamtzusagen seit Januar 2017 auf 300 Mio. Euro erhöhen.

Am 4. April stellte Minister Müller das Konzept seines Ministeriums „Europa und Afrika – eine Partnerschaft für Frieden und Entwicklung“ in Addis Abeba vor. Diese Veranstaltung wurde von mehr als 150 Botschaftern besucht sowie von Vertretern der Afrikanischen Union, Entwicklungspartnern und Journalisten. Der stellvertretende Vorsitzende der Afrikanischen Union, Botschafter Kwesi Quartey, war der Erste, der anschließend eine lebhafte F&A-Runde anstieß. Das neue Konzept basiert auf 10 Prinzipien, u. a. einer neuen Beziehung der beiden Kontinente auf Augenhöhe, der Schaffung von afrikanischen Lösungen für die Probleme Afrikas und die Vermeidung der Ausbeutung afrikanischer Ressourcen ohne Nutzen oder Profit für Afrika.

Vor seiner Abreise besichtigte Minister Müller zusammen mit Vertretern von H&H und der DBL Gruppe aus Bangladesch eine Textilfabrik am Standort „Bole Lemi Industrial“. Beide Firmen sind Mitglieder des „Bündnis für nachhaltige Textilien“ (
https://www.textilbuendnis.com/de ), welches von der deutschen Regierung ins Leben gerufen wurde und darauf zielt, soziale und Umweltstandards der Textilindustrie anzuheben. Überdies kündigte der Minister die Gründung eines weiteren Ausbildungszentrums in Äthiopien durch die GIZ an.

Der Bundesminister beschloss seinen Besuch in Äthiopien mit einem Treffen mit dem stellvertretenen Premierminister, Demeke Mekonnen, mit dem er Themen von gemeinsamen Interessen besprach, inkl. der aktuellen politischen Lage in Äthiopien.

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